Garantiefonds

Garantiefonds Garantiefonds erkaufen Kapitalsicherheit mit hohen Abschlägen in der Renditeerwartung
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Wie der Name schon sagt, garantieren Garantiefonds dem Fondsanleger die Auszahlung eines bestimmten Kapitalbetrags. Normalerweise werden nur Prozent-Anteile der eingezahlten Summe garantiert (70%, 80%, 90%). Garantiefonds sind geschlossene Fonds mit einer beschränkten Laufzeit - das heißt, Anteile an einem solchen Fonds zu kaufen ist nur während der Phase der Ausgabe der Anteile möglich. Ein späterer Handel mit Anteilen aus einem Garantiefonds ist normalerweise nicht Möglich.

Garantien für Mindestauszahlungen bei einem Garantiefonds beziehen sich immer auf das Laufzeitende des geschlossenen Fonds. Wer seine Anteile vorher zurückgibt kann nicht auf diese Garantien setzen. Die Handelbarkeit dieser Papiere ist eingeschränkt, so das sich Probleme ergeben können, wenn kurzfristig Liquidität benötigt wird.

Für die Emmitenten solcher Garantiefonds ist das Risiko sehr gering: Die Garantien beziehen sich auf Summen, die geringer oder gleich dem eingesetzten Kapital sind. Ein großer Anteil des Fondsvermögens wird für festverzinsliche Wertpapiere Eingesetz, die diese Garantien zum Laufzeitende absichern. Nur der kleine Anteil des Sondervermögens des Garantiefonds, der dabei "frei" bleibt wird zur Investition in Anlagen, die dann die eigentliche Rendite erzielen sollen, eingesetzt.

Dieser kleine Anteil (in der Regel nur um die 20% des Fondsvermögens) kann - je nach Ausrichtung des Fonds - vom Fondsmanager in hochspekulative Anlageformen investiert werden. Mit diesem Kapital muss schließlich die Rendite erwirtschaftet werden, auf die der Anleger hofft. Die Absicherung eines großen Anteils des eingesetzten Kapitals "kostet" natürlich Möglichkeiten, die ein komplettes Investment des Fonds-Sondervermögens in Anlagen mit höheren Renditeaussichten ermöglichen würde.

Fraglich ist der nutzen solcher Garantie-Fonds für den privaten Anleger. Während das Kapital zwar garantiert wird und auch bei einer Auflösung des Fonds zu einer schwachen Börsenzeit die Garantiesummen in jedem Fall zurückfließen, ist die Aussicht auf Renditen sehr gering und kann oft mit denen einer Anlage auf einem Sparbuch verglichen werden. Auch bei Garantiefonds fallen Verwaltungsgebühren an, die Teile der ohnehin schon geringen Rendite auffressen. Dazu kommt die schlechte Handelbarkeit der Garantiefonds-Papiere. Zu prüfen ist immer, ob eine Investition zum Beispiel in festverzinslichen Staatsanleihen sicherer Emmitenten nicht höhere Sicherheit für das eingesetzte Kapital bei weit höheren Chancen auf Rendite versprechen würde.

Foto: M. Lenk

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